Eine Stadt der Zukunft - Berliner Stadtgestaltungen im Fokus der Bauhaus-Nachfolge

Touren durch Berlin zum Bauhausjubiläum 2019

Zum 100-jährigen Bauhausjubiläum lädt die Architektenkammer Berlin ein, sich auf eine Spurensuche der ambivalenten Ideengeschichte der Bauhaus-Moderne bis hin zur Gegenwart zu begeben. Auf sieben eigens konzipierten Routen geht es nicht ausschließlich um Architektur. Vermittelt werden vielmehr baukulturelle Bezüge und gesellschaftspolitische Kontexte soweit möglich auch unter Einbeziehung von der beteiligten Bewohnerschaft, den Planenden und Architekturschaffenden.

Vorgestellt werden Orte des Bauhauses wie der nachfolgenden Moderne – Architektur, die das Berliner Verständnis von Leben, Arbeiten, Lernen und Wohnen nachhaltig geprägt haben. Das Spektrum umfasst Einzelgebäude und Siedlungen, Ikonen und Streitobjekte, Schlüsselbauten und Unbekanntes.

Hoch hinaus – Der Alexanderplatzwettbewerb 1929 und die Folgen

Berlins architektonisch innovative Ambitionen haben sich im 20. Jahrhundert nur fallweise auf den Typus Hochhaus eingelassen. Auf der einen Seite blieben die spektakulärsten Vorschläge zwar viel beachtet, wie bei den Beispielen Turmhauswettbewerb und Umbau an der Friedrichstraße oder dem Marx-Engels-Forum, doch in den meisten Fällen unrealisierbar. Auf der anderen Seite zeigen die Beispiele Shellhaus und Steglitzer Kreisel, dass einige davon nicht nur gebaut, sondern sogar akzeptiert wurden. Die Bundesstraße 1 zwischen Alexanderplatz und Rathaus Steglitz bietet eine einzigartig urbane Route, auf der solche berühmten Beispiele angesiedelt sind. Die Erkundung betrachtet die Entwicklung von 1920 bis heute.

Termine: 11. Mai 2019, 4. September 2019
Uhrzeit: 15 Uhr

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Wohnmaschinen – Rathauspassage versus Schlange

In der ideologischen Reibung zwischen Ost und West entstanden unterschiedliche Großstadtbilder, die noch heute beeindrucken. Die Rathauspassage (1967, Kollektiv Graffunder) in Mitte und die Schlangenbaderstraße (1976 Heinrichs/ Krebs) in Wilmersdorf liefern herausragende Beispiele großformatiger Wohnzeilen, die durch verschiedene innovative Ansätze der siebziger Jahre hervorstechen.

Termine: 22. Mai 2019, 6. Juli 2019
Uhrzeit: 15 Uhr

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Blickwechsel - Grundriss Architektin

Die achtziger Jahre boten einen Aufbruch in neue Grundlagen des sozialen Wohnungsbaus und die berufliche Qualifikation junger Architektinnen. Der Rundgang lenkt den Blick auf ein Beispiel von 1978 aus dem Büro Jachmann/Krebs. Mit Anpassung der Grundrisse konnten Angebote für Atelier-, Wohn- und Geschäftshauskomplexe und damit eine Vielfalt für das zeitgenössische Stadtleben geschaffen werden. Eine räumliche und ästhetische Neuordnung lieferten die umgebenden historischen Konstanten aus Wilmersdorfer Volkspark und Blockrandbebauung mit Wohnhöfen und Garagenanlagen.

Termine: 31. August 2019, 18. September 2019
Uhrzeit: 15 Uhr

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Bildung für Alle – Lernhäuser der 1920er und 1960er Jahre

Das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium von Max Taut in Köpenick aus dem Jahr 1928 und die Gesamtschule von Walter Gropius und seinem Büro TAC aus dem Jahr 1968 in der Gropiusstadt sind Beispiele für öffentliche Schulen der 20er und 60er Jahre, die wegweisende Lehrkonzepte mit einfühlsamer und humanistisch anspruchsvoller Architektur verbinden. Beides gilt es vor allem im Jubiläumsjahr Bauhaus100 wiederzuentdecken.

Termine: 3. April 2019, 21. August 2019
Uhrzeit: 15 Uhr

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Neues Bauen, Neues Leben – Stadtorganismen

Die Herausforderungen der 50er Jahre lagen für die Teilstadt Westberlin in der Entwicklung eines neuen Stadtorganismus. Man konnte nicht das Bild der alten europäischen Stadt benutzen, sondern hob die Fragen um das sozial geförderte Wohnen an den Rändern der Kommune hervor.

Die Theorien des Neuen Bauens dagegen boten Anknüpfungspunkte, zum Teil vertreten durch ihre Protagonisten (dem Bauhäusler Wils Ebert), eine Weiterentwicklung zu fördern, um mit der nachfolgenden Generation wieder neue, städtebauliche Möglichleiten auszuloten. Die Tour führt zu den Stationen High-Deck-Siedlung in Neukölln (1970, Rainer Oefelein) sowie in die Siedlung Mariendorf Ost (1955, Wils Ebert).

Termine: 26. Juni 2019, 20. Juli 2019
Uhrzeit: 15 Uhr

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Moderne Kultur des Praktischen Lebens – Gemeinschaftsmodelle zwischen 1980 und heute

Immer mehr junger Menschen zieht es in die Städte. Vor diesem Hintergrund lohnt sich eine Neubetrachtung der IBA 1984. In welchen Dimensionen konstituierte man damals in Kreuzberg den zukünftigen Neubau-Standard aus offenen Höfen und Gärten, Selbstbaumodulen und Gemeinschaftseinrichtungen? Was gilt heute fast an gleicher Stelle als sozial und ökonomisch sinnvoll? Wie das Metropolenhaus zeigt wird die Erdgeschosszone zugunsten der Kreativszene geöffnet, bietet Raum für Gemeinschaft und gegen Individualisierung und Kommerz.

Termine: 5. Juni 2019, 26. Oktober 2019
Uhrzeit: 15 Uhr bzw. 14 Uhr

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Berliner Originale – Bauten von Bauhauslehrern und ihren Schülern

Die Rundfahrt führt zu einigen Beispielen originaler Bauten, wie Bauhaus-Archiv und Neue Nationalgalerie, die nach Entwürfen der Lehrer oder Schüler während der Zeit des Bauhauses entstehen konnten oder deren Werk sich als eine versteckte Spur des Neuen Bauens allgemein seit der Nachkriegszeit im Geschehen der Stadt auffinden lässt.

Termine: 27. April 2019, 9. Oktober 2019
Uhrzeit: 15 Uhr

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