Tag der Architektur am 29. und 30. Juni 2024

Alljährlich findet am letzten Juniwochenende bundesweit der Tag der Architektur statt. Aufgerufen sind Kammermitglieder aller Bundesländer, sich auch in Berlin zu beteiligen. Die Führungen durch Berliner Projekte der Architektur, Landschafts- und Innenarchitektur sowie der Stadtplanung laden zu persönlichen Einblicken in die aktuelle Baukultur, zu individuellen Architekturerfahrungen und zu Dialogen ein. Die geöffneten Architekturbüros lassen interessierte Besucherinnen und Besucher hinter die Kulissen ihrer Arbeit schauen, oft in Kombination mit einem durch Vorträge, Ausstellungen und Diskussionen ergänzten Programm. Gemeinsame, fachübergreifende Aktivitäten und Führungen, auch die Beteiligung von Kunstschaffenden zum Thema „Kunst am Bau“ sind möglich, sofern diese mit dem angemeldeten Projekte bzw. Freiraum verbunden ist.

Einfach (um)bauen

... lautet das diesjährige bundesweite Motto. Denn wie wir unsere Städte, Gemeinden und Quartiere bauen, umbauen und verbessern, hat entscheidenden Einfluss auf unsere Zukunft. Die Beziehung zwischen Umwelt, Material, Mensch und Raum muss im Mittelpunkt stehen, damit für alle Lebensbereiche gute und nachhaltige Gebäude geschaffen werden, die auch zukünftigen Generationen als Fundament dienen. Bauen ist nie nur privat, sondern immer auch öffentlich. Die großen Herausforderungen der Bauwende laden auch ein, voneinander zu lernen, ausgetretene Pfade zu verlassen und neue Potenziale zu entwickeln.


Anmeldung für Tag der Architektur 2024 in Berlin

Die Architektenkammer Berlin ruft alle Mitglieder zur Teilnahme am Tag der Architektur 2024 auf. Gesucht werden private sowie öffentliche Gebäude, Freianlagen, Innenräume und Stadtquartiere, die aktuell und in der Zukunft die Hauptstadt prägen. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldungen.

Teilnahmeberechtigt sind alle Mitglieder der Architektenkammern in Deutschland. Bis zu drei Projekte und/ oder ein offenes Büro darf jede teilnahmeberechtigte Person einreichen. Die  Architektenkammer Berlin übernimmt die Programmredaktion sowie die Pressearbeit und stellt PR-Material zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldeschluss war am 31. Januar 2024

Führungen
Projektfertigstellung: 2020 bis 2024 (Freiräume/ Landschaftsarchitekturprojekte 2018-2024)
Projektstandort: Berlin
Teilnahmeberechtigt sind Projekte, die in Berlin gebaut und fertig gestellt wurden sowie einen qualitätsvollen Beitrag zur Debatte von Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur, Stadtentwicklung und Stadtgestaltung in Berlin darstellen. Erwünscht sind dabei Projekte, die sich durch Nachhaltigkeit auszeichnen. Für jedes eingereichte Projekt sind mindestens zwei Führungen anzubieten. Zugelassen sind dabei ausdrücklich auch Einreichungen, die bereits in den vergangen Jahren teilgenommen haben.

Offene Büros
Bürostandort: Berlin
Teilnahmeberechtigt sind alle Mitglieder der Architektenkammern in Deutschland, die Inhaber oder Leiter des angemeldeten Büros mit Standort in Berlin sind. Die Büroöffnungszeit ist zwischen 14 und 18 Uhr. Zusätzliche Veranstaltungen sind auch außerhalb dieser Zeitspanne möglich, sofern das Programm mit der Online-Anmeldung verbindlich benannt wird.

 

Hinweis zur Anmeldung

Für die Anmeldung benötigen Sie neben Informationen zu Ihrem Projekt/ Büro ein bis max. drei Fotos Ihres Projektes/Büros, die im Online-Anmeldeformular hochgeladen werden.

 

Wie die Teilnahme am Tag der Architektur zum Erfolg wird

Wer vielbelegte Timeslots umschifft, erhöht die Besuchswahrscheinlichkeit. Beim Projektnamen sind Kontinuität und leichte Merkbarkeit gefragt. Das sind nur zwei Tipps für Ihre Anmeldung zum Tag der Architektur. Mehr zum Thema ist im Deutschen Architektenblatt 01-22 nachzulesen.

 


Beirat Tag der Architektur 2024

 

  • Theresa Keilhacker, Präsidentin der Architektenkammer Berlin, freischaffende Architektin

    Theresa Keilhacker arbeitet seit 1998 als freischaffende Architektin in einer Bürogemeinschaft mit Boris Kazanski in Berlin. Seit 2007 ist sie Mitglied im Rat für Stadtentwicklung. Seit Mai 2021 ist sie Präsidentin der Architektenkammer Berlin.

     

    „Wir sind stolz darauf, dass der Tag der Architektur Qualität zeigt, und zwar vor Ort, dezentral, punktgenau, dauerhaft und resilient. Erlebbare Architektur, Baukunst und Stadtentwicklung sensibilisieren die Menschen und führen seit Jahren viele, viele Menschen an das Thema Baukultur heran. Der Tag der Architektur ist in meinen Augen Architekturproduktion „von unten“ – genau von dort also, von wo aus sich in der modernen Gesellschaft – ausschließlich – die Probleme der Menschen lösen lassen. Architektur hat Einfluss auf das Leben und den Alltag aller.“

  • Nicola Krettek, Stadtplanerin

    Nicola Krettek ist Stadtplanerin und arbeitet in der Stadt- und Regionalentwicklung mit den Schwerpunkten Mobilität und Partizipation. Seit 2020 betreut sie das Projekt „Bundesweites Netzwerk Wohnen und Mobilität” beim ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD).

     

    „Nach ein paar Jahren Berufserfahrung wurde ich von einer Verwandten gefragt: ‚Und wo kann man jetzt sehen, was du so geplant hast?‘ Die Frage der öffentlichen Wahrnehmung von stadtplanerischen Aufgaben bewegt mich seither – nun schon seit zwei Jahrzehnten. Der Tag der Architektur ist eine Gelegenheit dafür. Ich wünsche mir, dass viele Stadtplaner und Stadtplanerinnen sie nutzen.“

  • Friederike Meyer, Journalistin und Redakteurin BauNetz

    Friederike Meyer studierte Architektur und Journalismus. Seit mehreren Jahren arbeitet sie als Autorin, Moderatorin und Dozentin für Architekturkommunikation. Seit 2017 ist sie Chefredakteurin bei BauNetz. Ihr Interesse gilt der Schnittstelle von Architektur, Stadtplanung und Gesellschaft. 

     

    „Häuser mit ihren Architektinnen und Architekten entdecken und auch von innen erleben – das gibt es nur beim Tag der Architektur.“

  • Ulrich Paul, Journalist Berliner Zeitung

    Ulrich Paul studierte Publizistik, Politologie und Geschichte an der Freien Universität Berlin. Er schreibt für die Berliner Zeitung über die Themen Stadtentwicklung, Wohnen und Mieten.

     

    „Häuser können zwar nicht sprechen, aber am Tag der Architektur bekommen sie eine Stimme – durch diejenigen, die sie entworfen haben.“

  • Elise Pischetsrieder, Architektin

    Elise Pischetsrieder studierte Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar. Von 2006 bis 2016 arbeitete sie im Schweizer Büro weberbrunner architekten ag als projektleitende Architektin. 2016 gründete sie als Geschäftsführerin gemeinsam mit Roger Weber und Boris Brunner das Architekturbüro weberbrunner berlin.

     

    „Am Tag der Architektur öffnen sich wieder Türen und Perspektiven. Gemeinsam geben und erhalten wir Einblicke in neue Berliner Orte: Welche Quartiere mit städtebaulicher Qualität sind entstanden? In welchen Gebäuden sind Material- und Gestaltungsqualität gelungen? Welche neuen Freiräume geben der Stadt Identität? Das Planen und das Bauen haben eine hohe gesellschaftliche Relevanz und in der Architektur werden die Antworten für den verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen unserer Zukunft sichtbar.“

  • Wencke Schoger, freischaffende Innenarchitektin

    Wencke Schoger studierte an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe Innenarchitektur. Seit 2005 ist sie als Geschäftsführerin bei Reuter Schoger Architekten Innenarchitekten als Innenarchitektin verantwortlich für die Konzeption und den Entwurf.

     

    „Die hohe Zahl an Besucherinnen und Besuchern am Tag der Architektur zeigt jedes Jahr, wie relevant die gebaute Umgebung für uns alle ist. Das kompakte Format bringt Menschen in der ganzen Stadt ins Gespräch miteinander zur Vielfalt von Raum und Zwischenraum, zu Materialien, Farben, Licht und Impulsen, zu Stadtstruktur und zum Zusammenleben."

  • Daniel Sprenger, Vorstandsmitglied der Architektenkammer Berlin, freischaffender Landschaftsarchitekt

    Daniel Sprenger ist freischaffender Landschaftsarchitekt. Er studierte bis 1984 Landespflege an der Technischen Universität München und nahm von 1985 bis 1992 eine Lehrtätigkeit am Fachbereich städtebauliche Freiraumplanung an der Technischen Universität Berlin auf. Im Jahr 1994 gründete er sein eigenes Büro für Landschaftsarchitektur, Stadtentwicklung und Gartendenkmalpflege und ist seit 1996 Mitglied des erweiterten Vorstandes bdla Berlin-Brandenburg. Seit 1998 ist er Mitglied der Vertreterversammlung der Architektenkammer Berlin, seit 2021 Vorstandsmitglied. Er ist Mitglied im Landeskleingartenbeirat Berlin und 
    im Bundesarbeitskreis Gartendenkmalpflege des bdla.

  • Tillmann Wagner, freischaffender Architekt

    Tillmann Wagner studierte Architektur an der Technischen Universität Berlin und der Cooper Union New York. Von 2017 bis 2020 bekleidete er eine Professur für Gebäudelehre und Entwerfen an der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur, Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Im Jahr 1993 gründete er sein Atelier Tillmann Wagner Architekten.

     

    „Am Tag der Architektur wird im gemeinsamen Begehen, Erkunden, Diskutieren, Fragen und Kritisieren direkt erlebbar, wie Architektur und Raumplanung – über vordergründige, baulich-pragmatische Problemlösungen hinaus – Ideen heutiger und innovativer Konzepte von Zusammenleben und Ritualen ihrer Stadtgesellschaft „einräumen“ und materialisieren kann.“

  • Bernhard Heitele, Senatsverwaltung Berlin

    Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen