Gesprächsreihe "Die Qualität der Stadt" im Bauhaus re use: Gesellschaft/Gesellschaften

Veranstaltung

07. November 2017

Die Gesprächsreihe "Die Qualität der Stadt" widmet sich der Fragestellung nach der Qualität von Stadt und Architektur als gebauter Lebensraum. Was sind städtische Qualitäten, wie lassen sie sich erkennen, erschaffen und erhalten? 2017 befasst sich die Reihe in fünf Diskussionsveranstaltungen unter dem Schwerpunkt "Die Performativität der Stadt – Emanzipation und Integration in der Stadtgesellschaft" mit der Genese moderner Gesellschaften im Kontext von Stadtentwicklung und Urbanisierung.

Thema der zweiten Veranstaltung lautet "Gesellschaft/Gesellschaften – Differenzierung und Inklusion, ein integrativer Prozess?".

Die Thematik Gesellschaft der Gesellschaft(en) ist zentral, um den Begriff Integration bewusst innerhalb der gesamten Entwicklung von Gesellschaft und Urbanisierung zu diskutieren. Grundlegend ist der Wandel der vormodernen zur modernen Form der Repräsentation von Gesellschaft und damit von Integration selbst. Die Komplexität und Differenzierung von Gesellschaft und gesellschaftlichen Systemen ist eine Folge des Transformationsprozess, den moderne Gesellschaften durchlaufen haben. Kann davon ausgehend jede Form von Integration als eine Art Skalierung dieser Transformation angesehen und verhandelt werden? Die systemischen und funktionalen Grenzziehungen haben sich im Laufe der Entwicklung verselbständigt und universalisiert. Doch ist es Individuen möglich in verschiedenen Rollen verschiedenen Teilsystemen anzugehören. Handelt es sich im Idealfall um ein performatives System? Hinzu kommen jedoch Grenzziehungen anhand gesellschaftlicher Differenzen die beispielsweise von Einkommen, Besitz, Bildung oder den Folgen strukturellen Wandels durch Globalisierung, Tertiärisierung oder Digitalisierung verursacht werden. Die daran vorwiegend gebundenen gesellschaftlichen Zugehörigkeiten – ebenso bestimmend für jede andere Facette von Integration – stehen dem performativen Verständnis gegenüber. Die Veranstaltung hinterfragt die Problematik von Integration zwischen Systemgrenzen und Exklusion. Welche Kriterien bestimmen die Überwindbarkeit, Skalierbarkeit oder Übertragbarkeit zwischen systemischen, funktionalen, sozialen und kulturellen Grenzziehungen?

Begrüßung: Hille Bekic, Vorstandsmitglied der Architektenkammer Berlin 

Einführung: Prof. Dr. Annette Spellerberg, TU Kaiserslautern, Stadtsoziologie, Stadtentwicklung sowie Robert K. Huber, zukunftsgeraeusche GbR

Es diskutieren:

  • Prof. Dr. Annette Spellerberg, TU Kaiserslautern, Stadtsoziologie, Stadtentwicklung
  • Prof. Dr. Ilse Helbrecht, Humboldt-Universität zu Berlin, Kultur- und Sozialgeographie
  • Christine Edmaier, Präsidentin der Architektenkammer Berlin

Einführung 18 Uhr, Diskussion 19 Uhr
Ort: bauhaus re use c/o Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Klingelhöferstraße 14, 10785 Berlin
Eintritt frei, Anmeldung unter dqds/ at /bauhaus-reuse.de

Kooperation: zukunftsgeraeusche GbR mit Architektenkammer Berlin, Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Kompetenzzentrum Großsiedlungen sowie TU Berlin – Institut für Soziologie mit freundlicher Unterstützung durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)


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