Zirkuläres Bauen – Ergebnisse des EU Forschungsvorhabens RE4

Termin

Mittwoch, 21. November 2018, 16.00 bis 19.15 Uhr (4 UE)
Treffpunkt
Architektenkammer Berlin, Alte Jakobstraße 149, 10969 Berlin

Ort

Architektenkammer Berlin, Alte Jakobstraße 149, 10969 Berlin

Zielgruppe

Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Fachleute, Studierende und Interessierte der Bereiche Architektur, ist aber auch interessant für die Bereiche Innenarchitektur, Städtebau/ Städteplanung.

Lernziel

Das Seminar befähigt die Teilnehmer zirkuläre Gebäude in der Gebäudekonzeption zu entwerfen und geeignete Materialien zur Umsetzung auszuwählen. Sie erhalten einen ersten Einblick in die Methodik und Kriterien der Bewertungsmethoden Lebenszyklusanalyse und Lebenszykluskostenanalyse.

Der Bausektor produziert weiterhin ca. 60% des Müllaufkommens in Deutschland und konsumiert entsprechende, meist nicht erneuerbare Ressourcen. So werden global z.B. Sande die zur Herstellung von Beton notwendig sind zu einer knappen Ressource, ähnlich wie seltene Erden oder Produkte die auf Erdöl als Ressource basieren. Zudem konsumieren Gebäude in der Errichtung z.B. über die Herstellung von Stahl, Zement, Glas, Aluminium etc. jenseits des Verlustes nicht erneuerbarer Ressourcen immense Mengen an Energie. Das globale Bevölkerungswachstum und der weiterhin steigende Prozess der Verstädterung erzeugen zudem einen aus fossilen Ressourcen nicht zu deckenden Bedarf an Behausungen.

Zukünftige Gebäude müssen weitestgehend aus erneuerbaren, nachwachsenden, bzw. energiearmen und wiederverwendeten Ressourcen errichtet werden. Im Entwurf des Gebäudekonzeptes sind die Anpassungs- bzw. Umnutzungsfähigkeit zu berücksichtigen, also Lebenszyklen für alle Bauelemente zu planen. Alle Teile eines Gebäudes sind reversibel zu fügen um die verwendeten Ressourcen mindestens in gleicher Qualität/ auf gleicher Ebene wiederverwenden zu können. Auf das Mischen und das Verkleben unterschiedlichster Stoffe ist möglichst zu verzichten. Gebäude sind zukünftig als Materialspeicher oder Materialbanken zu konzipieren um Ressourcen nicht zu verlieren sondern den natürlichen Kreisläufen nur zu entleihen.

Über die Lebenszyklusanalyse (LCA) und Lebenszykluskostenanalyse (LCC) sind auch für den Bausektor Bewertungsmethoden entstanden die Gebäude und ihre ökologischen sowie ökonomischen Wirklinien über den gesamten Lebenszyklus transparent machen.

Das Seminar basiert auf den Ergebnissen des EU Forschungsvorhaben RE4 „REuse and REcycling of CDW materials ad structures in Energy efficient pREfabricated elements for building REfurbishment and construction“ und ermöglicht einen Einstieg in das komplexe Zukunftsthema.

Referenten

Prof. Eike Roswag-Klinge, freischaffender Architekt und Dipl.-Ing. Andrea Klinge, M.Sc. Energy, Architecture and Sustainability

Gebühr

Mitglieder
45,00 Euro
Absolventen
45,00 Euro
Gäste
90,00 Euro
Zur Anmeldung
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