Bauwende_konkret: Ökologisch-ökonomische Zielbetrachtung: Bestandsertüchtigung versus Abriss/Neubau

Termin

Mittwoch, 26. Juni 2024, 16.00 bis 19.30 Uhr

Unterrichtseinheiten: 4

Ort

Architektenkammer Berlin, Alte Jakobstraße 149, 10969 Berlin

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an Mitglieder der Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur, Stadtplanung und des Ingenieurwesens zusammen mit ihren Auftraggebenden sowie Absolventinnen und Absolventen mit Grundwissen (mind. 6 Monate Büro- bzw. Verwaltungserfahrung), die bestehende bzw. neue Gebäude nachhaltig planen und bauen wollen.

Fortbildung für Absolventinnen und Absolventen als Eintragungsvoraussetzung gemäß §14 Fortbildungs- und Praktikumsordnung AKB geeignet.

Themengebiet (Absolventinnen und Absolventen)

Kostenplanung, Wirtschaftlichkeit des Planens und Bauens

Lernziel

Die Teilnehmenden haben sich mit der Zielbetrachtung einer Bestandsertüchtigung versus Abriss/Neubau auseinandergesetzt. Sie haben wichtige Nachhaltigkeits-Prinzipien (Ökobilanzierung, kreislaufgerechtes Bauen mit nachwachsenden Baustoffen, Bestandserhalt, CO2-Speicherfähigkeit, Re-Cycle, Re-Pair, Re-Use) an einem konkret eingebrachten Projekt kennengelernt. Sie wissen im Anschluss, wie sie Klima- und Ressourcenschutzplanung bereits in frühen Leistungsphasen der HOAI implementieren und unterschiedliche Fachdisziplinen im integralen Planungsprozess von Anfang an integrieren können. Darüber hinaus haben sie das GWP (Global Warming Potential) mit Hilfe des eLCA-Tools ermittelt und Lebenszyklusabschnitte (Herstellung, Errichtung, Instandsetzung, Abbruch, Wiederverwendung) nach DIN EN 15804 und DIN EN 15978 erläutert. Im Anschluss sind sie befähigt, kluge (Um-)Nutzungskonzepte und -strategien zu entwickeln.

Inhalt

Ermittlung der grauen Energie am Beispiel des vom Abriss bedrohten Luckeweg 31 bis 37 in Berlin-Marienfelde.
Anwendung der Ökobilanzierung bei der Planung für eine Nachverdichtung in einer Siedlung der 1960er und 1970er Jahre.
Betrachtung des ökologischen Fußabdrucks, Bewertung für kreislauffähiges Bauen sowie Anwendung der Ökobilanzierung bei der Planung für Nachverdichtung und Erhalt des Bestands am Beispiel einer Fassadensanierung eines neungeschossigen Plattenbaus in Berlin-Rudow.
Im Fazit werden die Schwierigkeiten und Hürden des nachhaltigen, kreislauffähigen Bauens und Sanierens erläutert. Themen wie Brandschutz, fehlende Daten in der ÖKOBAUDAT, fehlende Datenblätter bei Sekundärmaterialien sowie höhere Kosten bei nachwachsenden Rohstoffen können Gründe sein, warum am Ende nicht immer die Variante mit dem kleinsten ökologischen Fußabdruck weiterverfolgt wird. Es werden Argumentationshilfen und Lösungsvorschläge wie zum Beispiel die CO2-Bepreisung und die Klimafolgekosten vorgestellt.

Weitere Module aus der Reihe Bauwende_konkret in diesem Seminarhalbjahr:

Integrales Planen und Denken als Schlüsselqualifikation des nachhaltigen Planens und Bauens
Montag, 18. März 2024, 17.00 bis 20.30 Uhr
http://www.ak-berlin.de/service/aus-und-fortbildung/fortbildungskalender/seminar/W24-1-112.html

Materialgerechter Umgang mit nachwachsenden bzw. ressourcenschonenden Baustoffen im Entwurf
Mittwoch, 5. Juni 2024, 16.00 bis 19.30 Uhr
http://www.ak-berlin.de/service/aus-und-fortbildung/fortbildungskalender/seminar/W24-1-113.html

Referentinnen und Referenten

Miriam Attallah, M.A. UdK Berlin, weberbrunner berlin, und Matthias Bauer, Berlin

Gebühr

Mitglieder
80,00 Euro
Absolventinnen und Absolventen
80,00 Euro
Gäste
160,00 Euro
Zur Anmeldung