Bauen im Bestand: Folgen der 2. Änderungsnovelle zum Gebäudeenergiegesetz vom 1.1.2024

Termin

Dienstag, 9. Januar 2024, 9.00 bis 16.30 Uhr

Unterrichtseinheiten: 8

Ort

Online-Seminar

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Architektinnen und Architekten, Planerinnen und Planer, die bestehende bzw. denkmalgeschützte Gebäude energetisch sanieren.

Diese Fortbildung ist für Absolventinnen und Absolventen als Eintragungsvoraussetzung gemäß §14 Fortbildungs- und Praktikumsordnung AKB geeignet (Themengebiet: Öffentliches Baurecht).

Lernziel

Die Teilnehmenden kennen im Anschluss an das Seminar die Anforderungen des neuen Gebäudeenergiegesetzes aus energetischer Sicht und wissen um feuchteschutztechnische Konsequenzen beim Bauen im Bestand. Weiterhin können die Teilnehmenden planerische und ausführungstechnische Konsequenzen für den nachträglichen Dachgeschossausbau benennen.

Inhalt

Sollen die ehrgeizigen Ziele zur Reduktion klimaschädigender Einflüsse und die Realisierung eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050 in Deutschland nicht nur auf dem Papier umgesetzt werden, müssen sich Aktivitäten zur Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen im Bausektor verstärkt auf den Gebäudebestand konzentrieren. Vorausgesetzt werden muss in diesem Zusammenhang eine ingenieurmäßige Analyse der Energieverbräuche.

Angesichts eines zusätzlich großen Wohnungsbedarfs in den Städten konzentrieren sich die Bemühungen (neben dem Neubau) auf die „Reaktivierung“ bestehender Gebäude, sofern diese eine entsprechende Restnutzungsdauer und das technische, gestalterische und wirtschaftliche Potential für den Erhalt aufweisen. Bei weitem ist durchaus nicht jede energetische Maßnahme auch wirtschaftlich sinnvoll. Hier besteht ein großer Handlungsbedarf. Es existieren aber auch vielfältige Herausforderungen, da sich die Planung an bestehende Gegebenheiten sowohl gestalterisch als auch technisch anpassen muss, ohne sich zu unterwerfen.

Das Seminar erläutert aus energetischer Sicht die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und weist auf feuchteschutztechnische Konsequenzen hin. Weiterhin werden planerische und ausführungstechnische Konsequenzen für den nachträglichen Dachgeschossausbau aufgezeigt. Neben praktischen Hinweisen zur Umsetzung von außen oder innen gedämmten Außenwänden werden ingenieurmäßige Energiekonzepte behandelt.

Inhalte:
- Entwickeln von ingenieurmäßigen Energiekonzepten für bestehende Gebäude, Fragestellungen der Gebrauchstauglichkeit
- bedingte Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes für das Bauen im Bestand
- Nutzungsänderungen, Ausnahmen und Befreiungen
- Erweiterungen und Ausbau bestehender Gebäude, Nachrüstungen
- Energieausweise, Aushangpflicht von Energieausweisen
- Wärmebrücken im Altbau, Möglichkeiten zur Minimierung – energetische und feuchteschutztechnische Konsequenzen
- KfW-Anforderungen
- Grundsätze der Innendämmung

Referentinnen und Referenten

Dipl.-Ing. Stefan Horschler, freischaffender Architekt, Büro für Bauphysik, Hannover

Gebühr

Mitglieder
135,00 Euro
Absolventinnen und Absolventen
135,00 Euro
Gäste
270,00 Euro