06. Juli 2021

WIA Berlin 2021: manifestA mit Forderungen zum Abschluss des Festivals „Frauen in der Architektur“ übergeben

Zur Finissage des Festivals am 1. Juli wurde die manifestA, als erste Ergebnissicherung und Forderungskatalog, an Wenke Christoph, Staatssekretärin für Wohnen, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Berlin, übergeben. Alle Forderungen finden sich hier.

WIA Berlin, das erste Festival in der Hauptstadt zum Thema „Frauen in der Architektur“, hat im Juni stattgefunden und wurde vom Berliner Netzwerk von Planerinnen n-ails e.V. und der Architektenkammer Berlin veranstaltet. Anlässlich der Finissage des Festivals am 1. Juli wurde die manifestA, als erste Ergebnissicherung und Forderungskatalog, an Wenke Christoph, Staatssekretärin für Wohnen, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Berlin, übergeben. In ihrer Rolle als Co-Schirmfrau von WIA Berlin 2021 nahm sie die manifestA als Erste entgegen und rief in ihrer Rede die Akteur:innen des Festivals zur Übergabe an weitere Entscheider:innen und Politiker:innen auf.

Die manifestA wurde vor und während des Festivals gemeinsam mit den 34 Akteur:innen erarbeitet. Damit sollen Impulse für weiterführende Auseinandersetzungen mit dem Thema Frauen in der Architektur gesetzt werden, beispielsweise für Studien, Publikationen oder Artikel, so dass das Festival nachhaltig wirkt.

Andrea Männel, WIA-Initiatorin und Vorstandsmitglied der Architektenkammer Berlin: „Die manifestA zeigt als Konsens aller Teilnehmer:innen, dass die drei vordefinierten Baustellen zur Gleichstellung – Sichtbarkeit, Dialog, Diversität – auch nach einer intensiven, vierwöchigen Auseinandersetzung nicht abgeschlossen sind.“ Hille Bekic, Vizepräsidentin Architektenkammer Berlin, ergänzt: „Daher wurden zu den drei Handlungsfeldern Statements und Learnings möglichst vieler Akteur:innen gesammelt. Zudem haben wir Umfragen online und teilweise Präsenz-Workshops durchgeführt.“ Je Handlungsfeld wurde ein Fragenkatalog entwickelt. Die gesammelten Antworten wurden während des Festivals aufbereitet und im Vorfeld zur Finissage gemeinsam mit den Akteur:innen in einem letzten Workshop kondensiert und verabschiedet.

WIA manifestA-Forderungen:

WIA BERLIN fordert die Einrichtung von festen Stellen für Gleichstellung in allen Länderkammern und eine Berichterstattung im zweijährigen Baukulturbericht der Bundesstiftung Baukultur.
 
WIA BERLIN fordert eine selbstverständlich paritätische Besetzung auf allen Ebenen. Das erfordert Gleichwertigkeit von CARE und Erwerbsarbeit!
 
WIA BERLIN fordert, dass Institutionen der Baukultur als Vorbilder agieren, Chancengleichheit und Gleichstellung zügig umsetzen und dabei die Sensibilisierung für das Thema auch außerhalb der Bauwelt erhöhen.
 
WIA BERLIN fordert die Abkehr vom „Starkult“ hin zu einer sozialen, partnerschaftlichen, kollaborativen, offenen und diversen Baukultur, die sich an alle richtet.
 
WIA BERLIN fordert den Fokus auf New Role Models und einen generationen- und länderübergreifenden Dialog.
 
WIA BERLIN fordert die Architektenkammern auf, endlich einen Namen zu wählen, der alle Disziplinen und Geschlechter abbildet.

Weitere Informationen: www.wia-berlin.de