Aufenthaltsqualität und technische Gebäudeausrüstung in Schulen

Termin

Dienstag, 18. Februar 2020, 11.00 bis 16.00 Uhr

Unterrichtseinheiten: 6

Ort

Architektenkammer Berlin, Alte Jakobstraße 149, 10969 Berlin

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich vor allem an Architektinnen und Architekten und Ingenieurinnen und Ingenieure, die für die Koordination von Planungs- und Bauleistungen im Schulbau zuständig sind. Es ist sicher auch interessant für Führungskräfte aus dem Bereich der Bezirke und der Senatsverwaltungen oder einzelne Vertreterinnen und Vertreter besonders involvierter Gruppen oder Institutionen.

Lernziel

Am Ende des Seminars kennen die Teilnehmenden die erforderlichen baulichen Anforderungen zur Herstellung einer guten und gesunden Aufenthaltsqualität, vor allem hinsichtlich thermischen Komforts und Luftqualität.

Das Schulhaus wird schon lange nicht mehr nur als ein Gebäude definiert, in dem Wissen vermittelt wird. Vielmehr ist es ein Ort, der zum Lernen, Lehren, Spielen, Kommunizieren und Verweilen einlädt und mit dem die Nutzer Gefühle und Lebensabschnitte verbinden.
Die Frage ist, was einen angemessenen Schulbau heute ausmacht. Ausgewählte Beispiele, darunter Neubau-, Altbau- und Sanierungsprojekte aus verschiedenen Baualtersklassen wurden durch Messreihen, Simulationen, Befragungen und Beobachtungen analysiert und verglichen. Die Analyse der Ergebnisse zeigt auf, wie positive Lösungen aussehen können. Auch die architektonische Qualität wird als ein wichtiges Nachhaltigkeitskriterium betrachtet, denn schließlich sorgt sie für Akzeptanz und somit für Dauerhaftigkeit.

Schulen müssen besonders robuste Häuser sein, sonst funktionieren sie nicht. Die tägliche Beanspruchung durch die Schülerinnen und Schüler ist hoch. Grundsätzlich lässt sich sagen: je komplexer die Baukonstruktionen, desto schwieriger ein sinnvoller Unterhalt und insbesondere auch eine einfache Änderung. Konstruktionen, die schon zum Zeitpunkt der Errichtung hinsichtlich Schallschutz, Tragwerk, Bauphysik etc. völlig ausgereizt sind und bei denen Konstruktion, Ausbau und Haustechnik ein kaum trennbares Amalgam eingehen, können nur mit großem Aufwand umgebaut und ertüchtigt werden.

Hinsichtlich der technischen Ausstattung von Schulen ist Wartung und Instandhaltung ein zentrales Entscheidungskriterium bei der Konzeptionierung. Einige Schulen zeigen, dass ohne maschinelle Kühlung ein vernünftiger sommerlicher Wärmeschutz herstellbar ist. Eine größere Diskussion ergibt sich aus der Frage, ob es eine Notwendigkeit für eine maschinelle Lüftung gibt. Die Messung der CO2-Konzentration in den Klassenräumen zeigt, dass maschinell gelüftete Schulen eine gute Luftqualität aufweisen, während die CO2-Konzentration in den natürlich gelüfteten Schulen in der kalten Jahreszeit erhöht ist. Gleichzeitig zeigen die Umfragen, dass eine natürliche Lüftung eine größere Nutzerakzeptanz hat. Anders als beispielsweise Museen oder Kirchen sind Schulen Gebäude des Alltags. Sie sind Hochleistungsarchitekturen, die sich durch einen unbewussten Umgang mit der Architektur und große Instandhaltungszyklen auszeichnen.

Referenten

Prof. Thomas Auer, Lehrstuhl für Gebäudetechnologie und klimagerechtes Bauen, TU München und Prof. Florian Nagler, Lehrstuhl für Entwerfen und Konstruieren, TU München

Gebühr

Mitglieder
140,00 Euro
Absolventen
140,00 Euro
Gäste
280,00 Euro
Zur Anmeldung
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.