Termin
Mittwoch, 7. Oktober 2026, 9.00 bis 16.30 Uhr
Unterrichtseinheiten: 8
Ort
Architektenkammer Berlin, Alte Jakobstraße 149, 10969 Berlin
Zielgruppe
Das Seminar richtet sich vor allem an Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten sowie an Planerinnen und Planer im öffentlichen und privaten Freiraum. Es ist darüber hinaus interessant für Mitarbeitende aus Kommunen, Grünflächenämtern, Baumsachverständige sowie alle, die sich mit klimaresilienten Pflanzungen und nachhaltigem Vegetationsmanagement beschäftigen.
Diese Fortbildung ist für Absolventinnen und Absolventen als Eintragungsvoraussetzung gemäß §14 Fortbildungs- und Praktikumsordnung AKB geeignet.
Lernziel
Nach der Veranstaltung kennen die Teilnehmenden die wesentlichen Zusammenhänge zwischen Bodenqualität, Wasserhaushalt, Nährstoffversorgung und Pflanzenentwicklung. Sie wissen, wie Bodenverhältnissen bewertet werden, und welche Maßnahmen Wurzelräume, Wasserspeicherung und die Resilienz von Gehölzen unter den Bedingungen des Klimawandels verbessern. Die Teilnehmenden können bodenbezogene Einflussfaktoren in Planungs- und Pflegeprozessen besser beurteilen und geeignete Optimierungsmaßnahmen auswählen.
Inhalt
Die Kraft des Bodens wird in Zeiten von Hitzerekorden und Trockenereignissen stark unterschätzt. Zahlreiche Beispiele zeigen die unterschiedliche Entwicklung derselben Baumart in derselben Straße von sehr gut bis sehr schlecht. Die Palette der Erklärungen ist breit und vielfältig: Klimawandel, falsche Baumart, heimisch oder nicht heimische Sorten. Häufig liegt es jedoch am zur Verfügung stehenden Wasser und Sauerstoff. Auch Nährstoffmangel ist oft ein Problem.
Mangelerscheinungen stehen in einem engen Zusammenhang mit der Bodenqualität am Baumstandort. Ein guter, intakter Boden und eine ausreichend große Pflanzgrube helfen den Pflanzen unter Stressbedingungen enorm, da beides wesentlich zur Verbesserung des Luft-, Wasser- und Nährstoffhaushalts beiträgt.
Die Veranstaltung stellt Zusammenhänge und Wechselbeziehungen her zwischen Pflanzen und Bodenverhältnissen. Es werden Lösungsvorschläge erarbeitet, mit denen Gehölze eine größere Resilienz in Zeiten des Klimawandels erreichen können, um für Stresssituationen besser gewappnet zu sein. Es geht dabei sowohl um klassische Gartenböden als auch um Substrate und Elemente der Dachbegrünung.
Inhalte:
- Bedeutung der verschiedenen Nährstoffe für Pflanzen
- Optimierung von Gartenböden, Straßenbaumsubstraten und Dachbegrünungen
- organische Düngung, Bodenleben, Ton-Humus-Komplexe, effektive Mikroorganismen, Mykorrhiza-Pilze
- Verbesserung des Wurzelraumes
- Produkte zur Wasser- und Nährstoffspeicherung
- Verwerten von Niederschlagswasser
Hinweis für Absolventinnen und Absolventen:
Dieses Seminar ist für Absolventinnen und Absolventen als Eintragungsvoraussetzung gemäß §14 Fortbildungs- und Praktikumsordnung AKB anrechenbar (Themengebiet: Planungs- und Baupraxis).
Referentinnen und Referenten
Dipl.-Ing. Agr. Univ. Klaus Körber, Landwirtschaftsdirektor, Leiter des Sachgebietes Obstbau, Baumschule Veitshöchheim