Sommerlicher Wärmeschutz und thermische Behaglichkeit – Konsequenzen für den Gebäudeentwurf und Folgen der neuen DIN 4108-2:2026-05

Termin

Donnerstag, 1. Oktober 2026, 9.00 bis 16.30 Uhr

Unterrichtseinheiten: 8

Ort

Online-Veranstaltung

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich vor allem an entwerfende Personen, die selbstständig ihre Entwurfsideen frühzeitig im Planungsprozess abschätzen wollen. Zudem ist das Seminar auch für Energieberaterinnen und Energieberater interessant, die ihr Wissen aktualisieren oder auffrischen wollen.

Diese Fortbildung ist für Absolventinnen und Absolventen als Eintragungsvoraussetzung gemäß §14 Fortbildungs- und Praktikumsordnung AKB geeignet.

Lernziel

Im Anschluss an das Seminar können die Teilnehmenden selbstständig Nachweise führen und somit ganz wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte selbstständig nachweisen und bewusst beeinflussen.

Inhalt

Festlegungen zur Fassaden- und Grundrissgestaltung in der Vor- und Entwurfsphase sind von großer Bedeutung im Hinblick auf den sommerlichen Wärmeschutz und den hiermit verbundenen thermischen Komfort. Aus diesem Grund sollten diese Aspekte nicht anderen Planenden überlassen werden, sondern in der Hand der Architektinnen und Architekten bleiben.
Thermischer Komfort ist sowohl im Winter als auch im Sommer eine wichtige Grundlage zufriedener Nutzerinnen und Nutzer. Während fehlender Komfort im Winter regelmäßig nicht hingenommen wird und zu Klagen führt, werden sommerliche Überhitzungen zumindest im Wohnungsbau eher toleriert. Im Nichtwohnungsbau, speziell in Arbeitsstätten, ist thermischer Komfort die Grundlage für effizientes und leistungsförderndes Arbeiten und Lernen. Bewusst oder unbewusst nehmen Nutzende das Vorhandensein thermischen Komforts wahr, da dieser sich sehr stark auf die Zufriedenheit am Arbeitsplatz auswirkt.
Durch eine frühzeitige integrale Planung von vorzugsweise passiven Maßnahmen kann ein hoher thermischer Komfort erreicht werden. Wichtig bei der Planung ist, dass sich Auftraggebende und Auftragnehmende über konkrete Ziele verständigen.
Je nach Konzept zur Sicherstellung des thermischen Komforts haben planerische Entscheidungen stets Auswirkungen auf den späteren Energieverbrauch. Durch eine geschickte Planung und eine Reihe von passiven Maßnahmen kann die Planung nicht nur einen wesentlichen Beitrag zum thermischen Komfort, sondern gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für einen niedrigeren Energiebedarf für die Wärmerzeugung im Winter oder die Kühlung im Sommer leisten.
Im Seminar werden die Grundlagen zum thermischen Komfort, Regelwerke und die Nachweissystematik der DIN 4108-2 vorgestellt. Ferner werden Messergebnisse zu Innentemperaturen vorgestellt und unterschiedliche geringinvasive Maßnahmen zur Verbesserung des thermischen Komforts erläutert. Zudem werden gemeinsam kleinere Übungsaufgaben erarbeitet.

Inhalte:
- Regelwerke, Grundlagen für den thermischen Komfort (Winter/Heizfall und Sommer)
- Mindestwärmeschutz und dessen Nachweis nach DIN 4108-2 und Möglichkeiten zur Bewertung und Vorhersage und Randbedingungen für thermische Simulationen
- Wechselwirkungen zum visuellen Komfort, Energiebedarf für Heizen und Kühlen und zu weiteren Aspekten des nachhaltigen Bauens
- Durchführung begleitender konkreter Übungsaufgaben

Hinweis für Absolventinnen und Absolventen:
Dieses Seminar ist für Absolventinnen und Absolventen als Eintragungsvoraussetzung gemäß §14 Fortbildungs- und Praktikumsordnung AKB anrechenbar (Themengebiet: Planungs- und Baupraxis).

Referentinnen und Referenten

Dipl.-Ing. Stefan Horschler, freischaffender Architekt, Büro für Bauphysik, Hannover

Gebühr

Mitglieder
160,00 Euro
Absolventinnen und Absolventen
160,00 Euro
Gäste
320,00 Euro
Zur Anmeldung