Termin
Dienstag, 29. September 2026, 16.00 bis 17.30 Uhr
Unterrichtseinheiten: 2
Ort
Treffpunkt: Handjerystraße / Varziner Straße (nahe S+U Bundesplatz)
Zielgruppe
Die Veranstaltung wendet sich vor allem an Architektinnen und Architekten, die in der Denkmalpflege tätig sind. Sie ist aber auch offen für alle anderen Interessierten.
Inhalt
Die Reihe „Denkmalpflege vor Ort“ wird als Kooperation der Architektenkammer Berlin, der Baukammer Berlin und des Landesdenkmalamtes Berlin durchgeführt.
In der Reihe „Denkmalpflege vor Ort“ werden interessante Sanierungen von Bau- und Gartendenkmalen, aber auch zeitgenössische Ergänzungen vorgestellt und diskutiert. Im Mittelpunkt stehen ganzheitliche Sanierungskonzepte an der Schnittstelle zwischen Architektur, Denkmalpflege, Ingenieurbaukunst und Restaurierung. Ob behutsame Instandsetzung, der Einsatz innovativer Technologie, traditionelle Handwerkstechnik oder zeitgenössisches Weiterbauen: Neben einer Reihe kurzer Einführungsvorträge aus den unterschiedlichen fachlichen Perspektiven der Mitwirkenden steht eine ausführliche Besichtigung vor Ort im Mittelpunkt der Veranstaltung. Fragen an die Projektbeteiligten sowie an die Nutzenden sind dabei ebenso erwünscht wie eine intensive Diskussion der gebauten Ergebnisse.
Die Brücke über die Prinzregentenstraße entstand 1906 bis 1907 im Zusammenhang mit der Erweiterung des Bahnhofs Wilmersdorf-Friedenau und nahm die Erschließungsgleise des ehemaligen Güterbahnhofs Wilmersdorf auf. Besondere Bedeutung ist ihr beizumessen, weil sie als die erste Eisenbahnbrücke der preußischen Staatseisenbahnverwaltung gilt, die aus Eisenbeton errichtet wurde und damit ein signifikantes eisenbahn- und konstruktionsgeschichtliches Zeugnis darstellt. Ihre Errichtung rief nach Fertigstellung großes Interesse in Fachkreisen hervor und wurde breit rezipiert.
Der ursprünglich geplante Abriss konnte verhindert werden, weil mit der Aufgabe des Bahnbetriebes keine entsprechenden Anforderungen und Normen an das Bauwerk mehr gestellt werden mussten. Damit konnte eine Bestandsorientierte und denkmalverträgliche Sicherung erfolgen, die der geschichtlichen Bedeutung der Brücke gerecht wird und die auch ihre Alterungsspuren nicht leugnet.
Referentinnen und Referenten
verschiedene Dozentinnen und Dozenten