Besonders erhaltenswerte Bausubstanz in Berlin – erkennen, bewerten, erhalten

Termin

Mittwoch, 18. November 2026, 15.00 bis 18.30 Uhr

Unterrichtseinheiten: 4

Ort

Architektenkammer Berlin, Alte Jakobstraße 149, 10969 Berlin

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an jegliche Akteure, die besonders erhaltenswerte Bausubstanz (BEB) erhalten, behutsam weiterentwickeln sowie Eigentümer unterstützen und beraten wollen. Dies sind vor allem Architektinnen und Architekten sowie Vertretungen von Bezirksämtern, die sich mit BEB auseinandersetzen wollen. Es ist auch interessant für Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer sowie Denkmalschützerinnen und Denkmalschützer, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen.

Diese Fortbildung ist für Absolventinnen und Absolventen als Eintragungsvoraussetzung gemäß §14 Fortbildungs- und Praktikumsordnung AKB geeignet.

Lernziel

Nach dem Seminar sind die Teilnehmenden in der Lage, besonders erhaltenswerte Bausubstanz entsprechend der Studie zu erkennen und Auftraggebenden hinsichtlich des behutsamen Umgangs mit BEB zu beraten. Sie erhalten Argumentationslinien für die Bewahrung oder Ertüchtigung bestimmter Bauteile und zur Formulierung von Abweichungen nach § 105 Gebäudeenergiegesetz.

Inhalt

Die sogenannten besonders erhaltenswerte Bausubstanz (BEB) ist ein prägendes Element im Berliner Stadtbild. Sie macht es wiedererkennbar und unterscheidbar von anderen Städten, schafft Identifikation und Heimatgefühl. Das Berliner Stadtbild weist besondere stadtstrukturelle und gestalterische Qualitäten auf.
Anders als beim Denkmal steht für BEB nicht so sehr die Substanz, sondern vielmehr das Bild, die Idee eines Bauwerks oder eines Ensembles im Vordergrund des Interesses. Typische Berliner Beispiele sind der Siedlungsbau der 1910er- und 1920er-Jahre, die oft schlichten, fast unauffälligen Häuserzeilen der 1950er-, der Massenwohnungsbau der 1960er-, der Brutalismus der 1970er-, IBA-Bauten der 1980er-Jahre.
Allerdings hat die besonders erhaltenswerte Bausubstanz keinen besonderen Schutzstatus wie denkmalgeschützte Gebäude. Deshalb haben Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Architektinnen und Architekten eine besondere Eigenverantwortung, behutsam mit dieser Bausubstanz umzugehen.

Inhalten:
- Begriffsklärung, Entstehungsgeschichte und Rechtslage zu BEB
- BEB in Berlin und Umgang mit BEB-Merkmalen
- Unterschied BEB und Denkmal
- Methoden beim Bauen im Bestand bei BEB und Denkmal
- Sanierungsempfehlungen im Umgang mit BEB-Merkmalen

Hinweis für Absolventinnen und Absolventen:
Dieses Seminar ist für Absolventinnen und Absolventen als Eintragungsvoraussetzung gemäß §14 Fortbildungs- und Praktikumsordnung AKB anrechenbar (Themengebiet: Planungs- und Baupraxis).

Referentinnen und Referenten

Prof. Robert Niess, Architekt, Chestnutt-Niess Architekten, und Nils Scheffler, Stadtplaner, Urban Expert, beide Berlin

Gebühr

Mitglieder
90,00 Euro
Absolventinnen und Absolventen
90,00 Euro
Gäste
180,00 Euro
Zur Anmeldung