Stadt im Gespräch – Berlin im Wandel: Wo bleibt Platz für Gewerbe- und Industrieflächen in Berlin?

Veranstaltung

18. März 2019

Die derzeitigen Bemühungen, mehr Wohnraum in Berlin zu schaffen, haben zur Folge, dass der Druck auf gewerblich und industriell genutzte Flächen in attraktiven Lagen deutlich gestiegen ist und zur Verdrängung (Stichwort: Umwidmungen) oder Einschränkungen (Stichwort: Heranrückendes Wohnen) insbesondere von kleinteiligem Gewerbe führt und damit letztlich auch eine wohnortnahe Versorgung gefährdet ist.

Darüber hinaus ist nach Angabe der Berliner Industrie- und Handelskammer das derzeitig noch verfügbare Gewerbe- und Industrieflächenpotenzial von rund 300 ha für Verlagerungen und Neuansiedlungen spätestens 2030 aufgebraucht – und damit einhergehend die industriepolitischen Entwicklungsspielräume und die Wettbewerbsfähigkeit Berlins sukzessive ebenfalls gefährdet.

Nicht zuletzt verzeichnet Berlin vor diesem Hintergrund auf dem Büroflächenmarkt als Boomtown ein Allzeithoch mit der Folge, dass die extreme Flächennachfrage derzeit nicht befriedigt werden kann und die Mieten förmlich explodieren.

  • Müssten in der wachsenden Stadt nicht alle Nutzungen gleichberechtigt mitwachsen?
  • Wie stellt Berlin zukünftig den zusätzlichen Flächenbedarf für Gewerbe- und Industrieflächen sicher, von welchem Bedarf ist auszugehen?
  • Wie werden sich die Anforderungen an moderne Arbeitswelten und veränderte Produktionsbedingungen und nicht zuletzt auch im Hinblick auf eine bessere Integration von Produktion in der Stadt verändern?
  • Wo müssten die Gewerbe- und Industrieflächen für eine zeitgemäße Nutzung lokalisiert sein? Und welche differenzierten Anforderungen müssen sie zukünftig erfüllen?
  • Können attraktive, gewerblich genutzte Wasserlagen, die für Produktions- und Transportzwecke nicht mehr gewerblich genutzt werden, zum Beispiel für die Entwicklung neuer urbaner Quartiere umgenutzt werden? Ist eine Verortung von Gewerbeflächen in Kanal- oder Flusslage zukünftig überhaupt noch notwendig?


Es diskutieren:

  • Barbro Dreher, Staatsekretärin, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe
  • Jörg Nolte, Geschäftsführer Wirtschaft & Politik der Industrie- und Handelskammer zu Berlin
  • Prof. Dr. Lech Suwala, Fachgebietsleiter Stadt- und Regionalökonomie, Institut für Stadt- und Regionalplanung, TU Berlin
  • Bärbel Winkler-Kühlken, Vizepräsidentin der Architektenkammer Berlin

Moderation: Robert Ide, Geschäftsführender Redakteur, Der Tagesspiegel

19 Uhr
Ort: Urania Berlin, An der Urania 17, 10787 Berlin
Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich
Eine Kooperation von Architektenkammer Berlin, Urania und Tagesspiegel


Mit der Teilnahme an dieser Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass die im Zusammenhang mit der Veranstaltung gemachten Fotos zur Dokumentation und Nachberichterstattung in diversen analogen und digitalen Medien der Architektenkammer Berlin ohne Anspruch auf Vergütung verbreitet und veröffentlicht werden.


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