re:bauhaus: Verfassung - Demokratie und Baukultur

Veranstaltung

26. November 2019

Das Jahr 2019 markiert neben dem Bauhaus-Jubiläum auch 100 Jahre seit dem Inkrafttreten der Weimarer Verfassung von 1919 sowie Staatsgründungs-Jubiläen in Mitteleuropa. Die gesellschaftliche Emanzipation in Mitteleuropa entfaltete eine Entwicklung der Moderne, die damals sowohl demokratische Verfassungen als auch eine moderne Baukultur und Architektur ermöglicht hat. Doch werden 100 Jahre später die zentralen Fragen – zum Wohnen, zur Stadt, zum öffentlichen Raum, oder zur Gleichstellung von Frau und Mann – weiter umstritten diskutiert; worauf sich die damaligen Verfassungen heute wie ein Kommentar aus einer vergangenen Zeit lesen. Gleichzeitig wird die Demokratie von rechten Parteien und Rechtsradikalen erneut in Frage gestellt.

Die demokratischen Leitbilder und die Architektur der Moderne schafften eine Identifikation mit einer sozial gerechten Gesellschaft und gebauten Umwelt. Demgegenüber stellt sich heute die Frage welche Bedeutung und Position die Baukultur im politischen Diskurs innehat und einnehmen muss – letztendlich hinsichtlich einer politischen und demokratischen Verantwortung von Baukultur? Dies soll nicht nur eine aktuell geführte Debatte über "Rechte Räume" (ARCH+ 235, Mai 2019) bleiben und über eine Kontroverse über Ästhetik hinausgehen. Es geht um einen ganzheitlichen Diskurs, um den gesellschafts-politischen Stellenwert von Baukultur – von den Staatsgründungen in Mitteleuropa, der Entstehung der Weimarer Verfassung bis zum Ende der Weimarer Republik und dem zivilisatorischen Absturz in Nazideutschland, über die durch Revisionismus und den Kalten Krieg geprägte Nachkriegszeit, bis in die heutige Europäische Gegenwart – für eine moderne, emanzipierte, demokratische Gesellschaft.

Es diskutieren u.a.:

  • Christiane Thalgott, Stadtbaurätin in München a. D.
  • Christine Edmaier, Präsidentin der Architektenkammer Berlin
  • Petra Ernstberger, Geschäftsführerin des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds
  • Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur

Moderation: Robert K. Huber und Helena Doudová, beide BHR OX bauhaus reuse

Die Veranstaltung wird audio-visuell aufgezeichnet und später veröffentlicht.

Eine Veranstaltung von BHR OX bauhaus reuse / zukunftsgeraeusche GbR. Unterstützt durch Goethe-Institut, Bundeszentrale für politische Bildung, Bundesstiftung Baukultur, Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds und Architektenkammer Berlin.

Weitere Informationen

 

19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr)
Ort: BHR OX bauhaus reuse, Ernst-Reuter-Platz (Mittelinsel), Berlin
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten: info@bauhaus-reuse.de

 

Veranstalter: Die Diskussion "Verfassung – Demokratie und Baukultur" bildet den Abschluss des transnationalen Festivals "re:bauhaus – modern emancipation, education, exchange in Mitteleuropa". Es wurde initiiert durch das Goethe-Institut in Kooperation mit BHR OX bauhaus reuse, curatorial collaborative, Nationalgalerie Prag, PLATO Ostrava und zukunftsgeraeusche, gefördert durch Bundeszentrale für politische Bildung, Bundesstiftung Baukultur und Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds sowie in Berlin in Kooperation mit Architektenkammer Berlin, TU Berlin und Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf. 


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