Büro/Gewerbe — Architekturführungen

Spreeturm

© Jens Willebrand
Haupteingang

Die Gegend zwischen Ostbahnhof, Mercedes-Benz Arena und Oberbaumbrücke ist eins der sich am rasantesten entwickelnden Quartiere von Berlin. Mit einer Höhe von 70 Metern und 20 Etagen bildet der Spreeturm die städtebauliche Orientierung für das Areal. Am ehemaligen Grenzstreifen zwischen Ost- und West-Berlin gelegen, ist der Ort von Umbrüchen geprägt, die sich in der Gestaltung des Gebäudes widerspiegeln. Die zweischalige Fassade des Hochhauses ist aus ein- bis dreigeschossigen, filigranen Aluminiumrahmen zusammengesetzt. Sie sind leicht gegeneinander verschoben. Dadurch entsteht der Eindruck eines Gewebes, nicht unähnlich den groben, leicht fehlerhaften Strukturen eines von Hand auf dem Webstuhl hergestellten Baumwollstoffs. So erhält die industriell gefertigte Fassade einen menschlichen Maßstab, der sich immer detaillierter erschließt, je näher man kommt. Blickfang des Gebäudes ist das Entrée, das die klar strukturierte Fassade kontrastiert. Wie eine Skulptur steht das Dach des Haupteingangs vor dem Gebäude und verbindet das Entree mit dem öffentlichen Raum. Durch den quadratischen Grundriss mit einem zentralen Erschließungskern lassen sich flexible Büros unterschiedlicher Größe realisieren. Das Gebäude ist mit Fenstern ausgestattet, die sich öffnen lassen, und verzichtet auf eine Klimatisierung der Bürobereiche.