Bildung & Wissenschaft — Architekturführungen

Kindergarten Gudrunstraße

© Jan Bitter
Ansicht vom Garten

Zirkulär gebaut: Der metallfreie Holzbau mit CNC-gefrästen, reversiblen Holz-Holz-Verbindern folgt konsequent den Prinzipien von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Vorgefertigte Bauteile ermöglichten eine einfache Montage, sortenreinen Rückbau und Wiederverwendung. Der Baukörper reagiert auf die komplexe stadträumliche Situation im Berliner Nibelungenviertel. Die terrassierte Kubatur interpretiert die geknickten Zeilen neu und öffnet sich markant zur Ecke. Gleichzeitig bildet die Lärchenholzfassade eine schützende Schildwand zur Gudrunstraße, nutzt die Vormittagssonne optimal und schirmt Bahnlärm ab. Bestandsbäume strukturieren Hof und Spielplatz. Spielbare Elemente und differenzierte Baukörper laden zum Erkunden ein. Die Kita bietet Platz für 185 Kinder in 13 flexiblen Gruppenmodulen. Begegnungsflure, halbhohe Sanitärmodule und direkte Gartenanbindungen fördern Offenheit, Licht und Bewegung. So entstand ein ortsprägendes Gebäude zwischen Rückzug und Gemeinschaft.