© Stefan Müller
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In Berlin-Neukölln wird das ehemalige Quelle-Kaufhaus in der Karl-Marx-Straße samt angrenzender Hochgarage heute als neuer lebendiger Ort genutzt. Einzelhandel, Gastronomie/Foodmarket und attraktive Aufenthaltsflächen laden die Stadtgesellschaft ein; in den Obergeschossen entstanden Büros. Kalle Neukölln ist ein Prototyp, wie brachgefallene Warenhäuser neue Attraktivität gewinnen und dabei mit Leben gefüllt werden können, ohne ihre Substanz abzureißen oder gestalterisch zu leugnen. Der Erhalt der Tragstruktur und Treppen war Teil des ressourcenschonenden Bauprozesses. Die vollständig neu gestalteten Fassaden spiegeln die neue Nutzung und fügen das Ensemble in sein denkmalgeprägtes Umfeld. Das große Volumen teilt sich in zwei komplementäre Geschwisterbauten und schließt so an die historische Körnung der Stadt an. Ihre beiden Fassadenreliefs mit ausgeprägter Tiefenstaffelung, das eine vertikal, das andere horizontal gegliedert, knüpfen an traditionelle Fassadengliederungen wie die des benachbarten Stadtbads Neukölln an.
Treffpunkt: Eingang Markthalle in der Karl-Marx-Straße