08. April 2026

Vertreterversammlung setzt berufspolitische Schwerpunkte für die Ausschussarbeit

Mit Blick auf die startende inhaltliche Arbeit der Ausschüsse hat die Vertreterversammlung am 19. Februar 2026 zentrale berufspolitische Themen auf den Weg gebracht. Die Erarbeitung von Grundsatzpapieren zu Stadtentwicklung und Mobilität, Denkmalschutz und Denkmalpflege, Nachhaltigem Planen und Bauen sowie KI und Digitalisierung konkretisiert die Leitlinien der Herbstklausur 2025 und stärkt die Rolle der Kammer als aktive Gestalterin der Berliner Stadtentwicklungspolitik.

Beschlüsse der Vertreterversammlung vom 19. Februar 2026

Mit Blick auf die jetzt startende inhaltliche Arbeit der Ausschüsse hat die Vertreterversammlung in ihrer 4. Sitzung am 19. Februar 2026 die Erarbeitung zentraler berufspolitischer Grundsatzpapiere zu den Themen Stadtentwicklung und Mobilität, Denkmalschutz und Denkmalpflege, Nachhaltiges Planen und Bauen sowie KI und Digitalisierung auf den Weg gebracht. Damit werden die Leitlinien der Herbstklausur 2025 konkretisiert und die Kammer als aktive Gestalterin der Berliner Stadtentwicklungspolitik positioniert.

Der Ausschuss Nachhaltiges Planen und Bauen ist aufgefordert, die laufenden Diskussionen für eine „Umbau-Agenda“ aufzugreifen und eine fortführende Grundsatzdebatte für das 2. Quartal 2027 vorzubereiten. Es geht um Bestandsnutzung, Kreislaufwirtschaft und CO₂-Bilanzierung. Für eine „Umbau-Agenda“ hat bereits ein Aufruf an alle Mitglieder stattgefunden, die Diskussion wird am 4. Mai 2026 mit einem „Umbau-Lab“ verdichtet. Die richtigen berufspolitischen Handlungsstränge herauszuarbeiten und fortzuführen wird zukünftig Aufgabe des Ausschusses Nachhaltiges Planen und Bauen sein. 

Der Ausschuss KI und Digitalisierung erarbeitet bis zum 3. Quartal 2027 ein Grundsatzpapier zu den Herausforderungen von KI in Planungsbüros, inklusive KI-Kodex, Datensicherheit und digitalen Verwaltungsprozessen. Auch hier kann auf bestehende Prozesse aufgesetzt werden, insbesondere ist für das laufende Jahr ein bundesweit zu vereinbarenden KI-Kodex durch die Architektenkammer Berlin in Zusammenarbeit mit den Gremien der Bundesarchitektenkammer in Arbeit.

Der neu gewählte Ausschuss Stadtentwicklung und Mobilität beschäftigt sich zukünftig verstärkt mit Kammerpositionen zu Hochhausleitbild, Stadtentwicklungsplänen, Großereignissen, Urbanem Wohnen sowie Bodenpolitik und Mietenentwicklung – die Dynamik der stadtentwicklungspolitischen Debatte ist gerade in Wahljahren hoch. Besonders betont werden die soziale Stadtentwicklung und die Verzahnung von Mobilität und Raumplanung.

Der Ausschuss Denkmalschutz und Denkmalpflege wurde mit der Erarbeitung eines Grundsatzpapiers zu mittel- und langfristigen Positionen zum Umgang mit denkmalgeschützter und besonders erhaltenswerter Gebäudesubstanz beauftragt. Besonderes Augenmerk liegt auf Baukulturellem Erbe, Suffizienz und Kreislaufwirtschaft im Gebäudebestand, aber auch der Ostmoderne und Werken marginalisierter Gruppen. Die Positionen sollen in Fokusgesprächen mit Expertinnen und Experten erarbeitet und im 1. Quartal 2027 in der Vertreterversammlung beschlossen werden.

Die Beschlüsse stärken die vernetzte Gremienarbeit und die sichtbare fachliche Expertise der Kammer, um die Interessen des Berufsstandes in der dynamischen Berliner Stadtentwicklung wirksam.