03. Juni 2026

Bundesweite Initiative: Gründung einer Architektenkooperative ARKO

Die Architektenkammer Berlin beteiligt sich an der Gründung der Architektenkooperative (ARKO). Die bundesweite Initiative stärkt digitale Souveränität, offene Standards und die Unabhängigkeit von großen Softwareanbietern – für Planungsbüros jeder Größe.

Die digitale Transformation des Planens und Bauens ist einer der weitreichendsten Veränderungsprozesse, die das Berufsbild verändert - zunehmend und mit hoher Geschwindigkeit. Es geht um die Art und Weise, wie Architektur, Stadt und Freiraum entsteht, aber auch darum, wer diese Prozesse kontrolliert und von der Kreativität und Leistungsfähigkeit des Berufsstandes letztlich profitiert. Datensouveränität, die Schaffung eigener Handlungsoptionen im Umgang mit großen Softwareanbietern und die Stärkung freiberuflicher Strukturen sind klare Ziele des Berufsstandes. Und dies bundesweit. Mit dem Beschluss der Vertreterversammlung vom 21. Mai 2026, sich gemeinsam mit den anderen Länderarchitektenkammern bei der Gründung der Genossenschaft Architektenkooperative (ARKO) zu engagieren, ist eine wichtige Richtungsentscheidung getroffen worden. 

Die Architektenkooperative (ARKO) entsteht als bundesweite Initiative, um vor allem auch kleinen und mittleren Planungsbüros eine sichere, selbstverwaltete Plattform für den Austausch von Daten und die Nutzung digitaler Tools zu bieten. Im Mittelpunkt stehen die Wahrung von Urheberrechten, offene Schnittstellen und ein transparentes Rechtemanagement – alles auf Basis einer europäischen Open-Source-Cloud-Infrastruktur. Der Ausschuss KI und Digitalisierung der Architektenkammer Berlin hatte den Beitritt zuvor befürwortet und die berufspolitische Bedeutung des Projekts betont: Die neue Genossenschaft ARKO ist eine zentrale Antwort auf die Herausforderungen der Digitalisierung für den Berufsstand. Sie ermöglicht nicht nur die Unabhängigkeit von proprietärer Software, sondern schafft auch Standards für digitale Prozesse. Gleichzeitig sichert sie durch ihre genossenschaftliche Struktur Mitbestimmung und kostendeckende Finanzierung – ohne gewerbliche Interessen.

Mit dem Beschluss der Vertreterversammlung wurden zugleich klare Forderungen an die ARKO gerichtet: Unter anderem muss das Leistungsangebot für alle Fachrichtungen der Länderarchitektenkammern zugänglich sein. Es geht um gerechte Teilhabe, d.h. niedrigschwelliger Zugang für alle Bürogrößen – von Ein-Personen-Büros bis zu großen Planungsgesellschaften.

Die Gründungsversammlung der Architektenkooperative (ARKO) findet am 24. Juni 2026 in Wiesbaden statt. Die Architektenkammer Berlin wird dort die Ergebnisse der Diskussionen, Abwägungen und Impulse der Vertreterversammlung aktiv einbringen.

Weitere Informationen zu ARKO finden Sie hier.