09. März 2026

BERLIN (WEITER)BAUEN – Positionsfindung zu den Berliner Wahlen 2026

Mit Blick auf die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen im September 2026 erarbeitet die Architektenkammer Berlin ein Positionspapier zur zukünftigen Stadtentwicklung. In einem breiten Dialog mit Verbänden, Institutionen und Initiativen der planenden Berufe werden zentrale Handlungsfelder diskutiert, priorisiert und geschärft. Ziel ist es, die Erwartungen des Berufsstands an die Politik klar zu formulieren und konkrete Impulse für die kommenden Koalitionsverhandlungen und die Haushaltsplanung zu setzen.

Im Anschluss an die berufspolitischen Zieldefinitionen, welche die Vertreterversammlung der Architektenkammer Berlin im Rahmen ihrer Herbstklausur 2025 erarbeitet und Ende November desselben Jahres beschlossen hat, hat der Vorstand die aktuellen stadtentwicklungspolitischen Herausforderungen Berlins aufgegriffen. In der 4. Sitzung der Vertreterversammlung am 19. Februar 2026 wurde in einzelnen Gruppen zu den wichtigsten stadtentwicklungspolitischen Handlungsfeldern diskutiert. 

Ziel ist es, anlässlich der Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen im September 2026 gemeinsame Positionen zu formulieren, die die Erwartungen und Forderungen des Berufssandes an die künftige Stadtentwicklungspolitik Berlins verdeutlichen. Dies soll in einem breiten Bündnis mit Verbänden, Institutionen und Initiativen der planenden Berufe erfolgen.

Auf der Vertreterversammlung wurden dafür im Textentwurf Positionen diskutiert, priorisiert und geschärft. Dabei wurden die Ergebnisse der ersten Kommentierungsphase sowie die Anregungen, Ergänzungen und Haltungen der angefragten Berufsverbände, Institutionen und Initiativen berücksichtigt. Entsprechend vielfältig waren die Perspektiven. Der Beschluss des Positionspapiers ist für die kommende Vorstandssitzung vorgesehen. Im Anschluss werden die externen Verbände um Mitzeichnung gebeten, bevor eine Veröffentlichung voraussichtlich ab Ende März 2026 erfolgt. 

Der Berufsstand bekräftigt mit seinen Positionen den Anspruch, die Stadt und ihre politischen Entscheidungen aktiv mitzugestalten – dies gilt fürs Planen und Bauen, aber auch für die Lebensqualität und Zukunftsorientierung der Gesellschaft. 

Rund 10.500 Mitglieder aus Architektur, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur und Innenarchitektur bringen ihre fachliche Kompetenz und Erfahrung in die Zukunftsfragen Berlins ein –auch und insbesondere in den laufenden Prozess der Meinungsbildung. Handlungsgrundlage ist die demokratische Verfasstheit der Selbstverwaltung der Architektenkammer Berlin. Sie steht für eine offene Kultur sowie für eine Gesellschaft, die dem Allgemeinwohl verpflichtet ist und den Einzelnen nicht vergisst. 

Mit Ihren Positionen zur Wahl verbindet die Architektenkammer Berlin die Erwartung, dass die darin formulierten Positionen und Forderungen in den Koalitionsvertrag und die Haushaltsplanung der kommenden Jahre mit konkreten Maßnahmen, Zeitplänen und Zuständigkeiten aufgenommen werden.