Denkmalschutz und Denkmalpflege

Berlin ist unter den europäischen Großstädten eine eher junge Stadt und auch immer eine Stadt im Werden. Im letzten Krieg, aber auch in seiner Folge hat sie riesige Verluste der gebauten Substanz hinnehmen müssen. Dennoch hat sich eine große Anzahl vielfältigster - vom Kutscherhaus bis zum repräsentativen Verwaltungsbau - aber auch sehr Berlin-spezifischer Denkmale, wie Großsiedlungen oder Verkehrsbauten, erhalten. Manche sind wenig prominent, andere in aller Bewusstsein, das Spektrum reicht von der Dorfkirche in Stadtrandlage bis zur Museumsinsel in Mitte.

Dieses reichhaltige Erbe zu erhalten und zu pflegen ist Ziel denkmalpflegerischen Handelns. Dabei geht es um nichts weniger als um das Gedächtnis der Stadt, also darum, ihre Entwicklungsgeschichte, dokumentiert durch Zeugnisse von künstlerischer, geschichtlicher, wissenschaftlicher oder städtebaulicher Bedeutung zu erhalten. Der Blick auf die Vergangenheit erklärt uns die Stadt: wie sie eingebunden ist in universelle Strukturen und wo sich das Stadtspezifische und Besondere zeigt.

Dass Architekten, die für die Zukunft bauen, sich der Idee der vermeintlich rückwärtsgewandten Denkmalpflege gleichwohl verpflichtet fühlen (müssen), ist kein Widerspruch. Zum einen hat Planen und Bauen eine mehrtausendjährige Geschichte, ohne deren Kenntnis sich heute zu Bauendes weder planen noch begründen ließe, zum anderen sind es ja zuförderst Architekten, die im Wissen um die Bedeutung des gebauten Erbes dieses mit Sachkunde, Sorgfalt und Respekt weiterzuentwickeln haben.

Als Ansprechpartner stehen in der Kammer die Mitglieder des Arbeitskreises Denkmalschutz und Denkmalpflege zur Verfügung.