Wohnhaus/Sammlung Boros

Kultur — 2008

REALARCHITEKTUR und A+O, Architektur und Organisation


Umbau eines denkmalgeschützten Luftschutzbunkers von 1942 für einen Kunstsammler. Anbauten wurden entfernt, die Fassade konstruktiv instand gesetzt und gesäubert; Bau-, Kriegs- und Gebrauchsspuren bleiben ablesbar. Innen wurden Decken und Wände mit Diamantwerkzeugen herausgeschnitten. So entstand aus den vorher maximal 2,30 Meter hohen Kammern ein Labyrinth sich überlagernder Räume, in dem die Kunstsammlung präsentiert wird. Für eine Streckmetalltreppe mit Aufzug zur Wohnung wurde die drei Meter starke Betondecke des einstigen Dachs durchbrochen. Darüber entstand eine 450 Quadratmeter große Wohnung als offenes Grundrissquadrat unter einem neuen Dach, dessen Stahlbeton – wie der der tragenden Wände – innen sichtbar bleibt. Eine tragende Stahl-Glas-Konstruktion bildet die Außenwände. Die Böden sind aus Muschelkalk, Einbauten aus geräucherter Eiche. Ein Pool und mit Felsenbirnen (Amelanchier) bepflanzte Gärten umgeben das Penthouse.

Wohnhaus / Sammlung Boros

Reinhardtstraße 20
10117 Berlin

REALARCHITEKTUR und A+O, Architektur und Organisation

Bauherr

Christian Boros

Projektdaten

Neubau
BGF: 570 m²
BRI: 2.500 m³

Bestand
BGF: 4.900 m² 
BRI: 16.500 m³