Johann-Sebastian-Bach-Saal Schloss Köthen

Kultur — 2009

B+H Architekten BUSMANN, HABERER, BOHL, VENNES, TEBROKE


Umbau einer Reithallenruine und angrenzender Remisen zum Konzertgebäude. Der Entwurf ist Ergebnis eines 2003 ausgelobten Realisierungswettbewerbs. Der Hauptsaal bleibt außen als zeitgenössische Ergänzung der denkmalgeschützten Schlossanlage klar erkennbar. Sein kantiger, fensterloser Aufbau erhebt sich über den alten Wänden der Reithalle. Eine hinterlüftete Verkleidung aus elfenbeinfarbenem Eternit bildet die Außenhaut. Dahinter ruht auf Stahlstützen ein massiver Stahlbetonkörper. Innen ist der Saal mit Holz verkleidet. Auf Höhe der Fenster geben Lamellen den Blick auf die alten Bruchsteinmauern frei, die illuminiert werden können. Bis zur Höhe der einstigen Reitbalustrade und über den Fenstern ist die Schale blickdicht. Im Sockelbereich und an der Decke ist die Holzschale der Akustik halber leicht gefaltet. In den Remisen finden das Foyer, die Sanitärbereiche, zwei kleinere Säle, Künstlergarderoben und ein Probensaal Raum.

Johann-Sebastian-Bach-Saal

Schloss Köthen
06366 Köthen

B+H Architekten BUSMANN, HABERER, BOHL, VENNES, TEBROKE

Bauherr

Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt

Projektdaten

BGF: 3.015 m²
BRI: 16.740 m³
Baukosten: 8,7 Millionen EUR