Gedenkstätte für die ermordeten Wiesbadener Juden

Freiraum — 2012

planung.freiraum barbara willecke


Neubau eines Mahnmals als Ergebnis eines Ideenwettbewerbs von 2006. Die Gedenkstätte markiert mit hohen Wandscheiben und einer Bodenintarsie Standort und Grundriss der in der Reichspogromnacht niedergebrannten Synagoge am Michelsberg. Heute führt die Coulinstraße über deren einstigen Standort am Rande der Altstadt. Der offene Gedenkraum erinnert an die 1.507 jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt, die zwischen 1933 und 1945 ermordet wurden. Ihre Namen und Lebensdaten sind als abends beleuchtetes Textrelief in die Wände eingelassen. So können nicht nur Angehörige der Toten gedenken, die oft ohne Grab blieben. Ein Bildschirm an der Außenwand zeigt Materialien der Erinnerungsarbeit aus den letzten Jahren und Jahrzehnten.

Gedenkstätte für die ermordeten Wiesbadener Juden

Coulinstraße / Michelsberg
65183 Wiesbaden

planung.freiraum barbara willecke

Bauherr

Landeshauptstadt Wiesbaden, vertreten durch die Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden mbH

Projektdaten

Fläche: 2.900 m²