Gedenkstätte Bergen-Belsen

Freiraum — 2008

sinai. Faust.Schroll.Schwarz.


Erster Bauabschnitt der Umsetzung eines Masterplans für das ehemalige KZ-Gelände, der auf einen weltweiten Ideen- und Realisierungswettbewerb von 2002 zurückgeht. Der Vorplatz des neuen Dokumentationszentrums (Architekten: KSP Engel und Zimmermann) trägt den Namen Anne Franks, die im Lager umkam. Eine Spur von Betonfragmenten auf dem Platz verdichtet sich zum steinernen Weg, der durch das Gebäude hindurch auf das Gelände führt. Im Gelände ist der Weg leicht erhaben – ein symbolischer Steg über die Gräber. Er endet an einem Plateau, an dem zwei Modelle den Vergleich des Lagers von 1944 mit heute ermöglichen. Auf dem teils von Wald überwuchertem Gelände soll später das Gefüge des Lagers wieder sichtbar werden: Dazu werden Schneisen durch den Wald gerodet und die so entstehenden grünen Raumkörper durch Nachpflanzung komplettiert. Geplant sind zudem ein Rasenkorridor mit steinernen Lesezeichen und ein »Ort der Namen«, der an die Opfer erinnert.

Gedenkstätte Bergen-Belsen

29303 Lohheide

sinai. Faust.Schroll.Schwarz.

Bauherr

Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten / Staatliches Baumanagement Celle

Projektdaten

1. Bauabschnitt
Fläche: 80.000 m² (8 ha) 
Baukosten: 19 EUR/m²